Serienholde nicht zu stoppen

Durch zwei Nichtstarter (Adelaide Rose und Intendantin) schrumpfte das Feld für den zur Listenklasse zählenden BMW Preis Düsseldorf (25.000 Euro) am Samstag leider auf sechs Stuten zusammen und auch Christophe Soumillon, auf den man sich richtig gefreut hatte, musste nach einem Sturz am Freitag in La Teste passen.

Dafür hatte Filip Minarik dann die Ehre Jean-Claude Rougets für den Aga Khan trainierte Elennga zu reiten, die auch als Mitfavoritin für die Listenprüfung notierte. Als heiße 16:10 Favoritin canterte allerdings Andreas Wöhlers Wittekindshoferin Serienholde unter Eduardo Pedroza an die 2100 Meter-Startstelle auf. Doch nach einem „Nicker“ am Start fand sich die Favoritin zunächst einmal an vorletzter Stelle wieder. Allerdings fand die Soldier Hollow-Tochter ihre Aktion schnell wieder und machte schon in der Gegenseite Boden gut, während Flemish Duchesse aus dem Löwe-Stall unter Stephen Hellyn vor Peter Schiergens Sarandia (Daniele Porcu) für die Pace sorgte. Elennga wurde von Filip Minarik zunächst an letzter Position gehalten.

Bis weit in den Einlauf hinein sah man die Außenseiterin Flemish Duchesse noch an der Spitze, doch außen marschierte nun Serienholde immer stärker auf und kurz vor dem Pfosten hatte Eduardo Pedroza seine Partnerin in Front gebracht und gewann noch sicher. Hinter Flemish Duchesse waren dann die Aga Khan-Farben zu sehen, die sich gegen Ende noch schön verbessern konnten. „Ich dachte schon, ich müsse zu Boden“, so Eduardo Pedroza über Serienholdes Stolperer kurz nach dem Start. „Aber dann hat sie gezeigt, dass sie ein richtig gute Stute ist“, sagte der Jockey weiter. „Jetzt gehen wir direkt in die Diana“, gab Andreas Wöhler Auskunft. Das gilt auch für die Zweitplatzierte Flemish Duchesse. Zufrieden war man auch in Frankreich mit dem dritten Platz von Elennga.

Neben dem BMW Preis Düsseldorf standen zwei weitere Jahrgangsvergleiche für die Dreijährigen auf dem Programm. Vor allem war man auf das Debüt des von Waldemar Hickst für den Stall Grafenberg trainierten Sommerabend-Bruders Shadow Chaser gespannt, der in der Gunst der Wetter stand und als 20:10-Favorit auf die 1400 Meter ging. Dabei zeigte sich der Shamardal-Sohn bei seinem späten Debüt schon sehr reif. Mit tollem Schlussakkord hätte er beinahe noch die Ittlingerin Ruby Red (31:10, Andreas Suborics) gestellt. Doch eine Nasenlänge konnte die Tiger Hill-Tochter am Pfosten voraus bleiben. Für Ruby Red, die früh im Rennen die Spitze nahm, war es bei ersten Start für Mario Hofer gleich der erste Sieg.

Über 2100 Meter setzte sich dann der von Miltcho Mintchev trainierte Linardo unter Andreas Helfenbein Start-Ziel gegen Aramon, der im Einlauf nichts unversucht ließ, durch. Linardo, ein High Chaparral-Sohn aus dem Besitz von Litex Commerce zog immer wieder an und gewann schließlich sicher gegen den Röttgener. Auf Rang drei kam mit viel Speed noch Sadalbari herangelaufen.

(25.06.2016)