Meilen-Trophy geht durch Kaspersky nach Italien

Ohne Andreas Wöhlers dreijährigen Noor Al Hawa wurde am Sonntag die zur Gruppe II zählende Aengevelt Meilen Trophy (70.000 Euro) entschieden. Somit waren die älteren Meiler unter sich.

Zunächst bemühte sich Filip Minarik auf dem Brümmerhofer Wildpark um die Spitze und bestimmte bis in den Einlauf hinein den Takt. Dahinter lag der italienische Gast Kaspersky (31:10) unter Umberto Rispoli aber bereits auf der Lauer. Als die Zielgerade erreicht war, ging der von Endo Botti trainiere Footstepsinthesand-Sohn, der in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Serie den Premio Carlo Vittadini gewinnen konnte, gleich zum Angriff über und übernahm die Führung.

Nun wurde aber auch der Favorit der Prüfung, der von Yasmin Almenräder vorbereitete Pas de deux, unter Ian Ferguson immer stärker und sah sogar kurz wie ein möglicher Sieger aus. Vorne marschierte der Gast aus Italien aber immer weiter und verteidigte schließlich nach Kampf eine Länge Vorteil ins rettende Ziel. Dritter wurde mit viel Schwung noch Peter Schiergens Drummer unter Andrasch Starke. Vierter wurde Diplomat vor Wildpark und Felician.

Nach acht Starts konnte die von Peter Schiergen für den Stall Emerald trainierte Lady Emerald am Sonntag in Düsseldorf über die Meile ihre Maidenschaft ablegen. Andrasch Starke saß im Sattel der dreijährigen Tiger Hill-Tochter und erwischte gleich einen guten Start. Von der Spitze aus bestimmte der Asterblüte-Reiter, der am Samstag in Mülheim mit einem Sieg nach langer Verletzungspause ein gutes Comeback gab, den Takt und seine Partnerin konnte in der Zielgeraden gegen den nun stärker werdenden Favoriten Shadow Chaser bequem zulegen. Dritte wurde Si Signora. 34:10 zahlte der Sieg von Lady Emerald. Nur eine halbe Stunde später waren es erneut Peter Schiergen und Andrasch Starke, die den Sieg holten. Diese Mal trug der Co-Champion die Ittlinger Farben und führte die genau wie Lady Emerald von Tiger Hill stammende dreijährige Fidji (36:10) zum Sieg im Ausgleich IV über 1500 Meter.

Der eindrucksvollste Sieg gelang dem Asterblüte-Team dann aber im Dreijährigen-Rennen über 2200 Meter. Hier probten drei Diana-Hoffnungen und Sarandia (14:10) zeigte, dass sie durchaus ein Pferd für das deutsche Stuten-Derby ist. Nach einer formidablen Leistung gewann die von Peter Schiergen trainierte Dansili-Tochter unter Andrasch Starke völlig ungefährdet gegen Always Hope und La Duma. Damit dürfte die Fährhoferin ihr Ticket für den Henkel-Preis der Diana, der in drei Wochen in Düsseldorf ausgetragen wird, gelöst haben. Und es wurde noch besser für die Kölner. Mit der Ittlinger Dubawi-Tochter Salamati (11:10), die zuletzt zweimal als heiße Favoritin geschlagen wurde, gewannen Peter Schiergen und Andrasch Starke auch das letzte Rennen (1700 m) der Karte und avancierten so vollends zu den Männern des Tages.

Hatte das Gespann Andreas Wöhler und Jaber Abdullah im ersten Rennen mit dem Sturz von Zaffinah noch Pech, gab es in der sechsten Tagesprüfung Entschädigung. Unter Jozef Bojko gewann Sigonra Queen (35:10) den Ausgleich II über 1400 Meter und legte nach Fidji weitere Ehre für den Derby-Jahrgang ein. Innen setzte sich die Exceed and Excel-Tochter gegen Beau Reve und Haarib durch. Im Ausgleich III über 1400 Meter gab es eine dicke Überraschung. Ebenfalls Start-Ziel gewann Peter Verberkts Better Value unter Stephen Hellyn zu einer Quote von 173:10 gegen Beau Dreamer und Black Wolf Run. Der Ausgleich IV über 1700 Meter ging an den Rennstall von Regine Weißmeier. Unter Tochter Esther Ruth Weißmeier setzte sich hier das Leichtgewicht Wisewit (85:10) durch.

Quelle: GaloppOnline.de

(17.07.2016)