Wonnemond strahlt über die Grafenberger Rennbahn

Trainer Sascha Smrczek siegt mit dem NRZ Düsseldorfer Galopper des Jahres 2016 in der XTIP Frühjahrsmeile

Heute stand die Grafenberger Rennbahn ganz im Zeichen von Wonnemond. Der vierjährige Wallach wurde nicht nur zum „NRZ Düsseldorfer Galopper des Jahres 2016“ geehrt, sondern zeigte direkt auch im Hauptrennen des Tages seine Extraklasse. Im der mit 55.000 Euro dotierten Europagruppeprüfung „XTIP Frühjahrsmeile“ spielte vor 8250 Zuschauern Wonnemond am Ende mit den Gegnern und setzte seine Vorjahres Siegesserie fort.

Nach fünf Erfolgen 2016 musste der Wallach einen weiteren Sprung nach oben bewältigen. „Das hat er nahtlos geschafft, obwohl das Geläuf schon sehr abgetrocknet war. Wie er die Gegner in Schach hielt verspricht für die Zukunft noch viel mehr“, meinte Trainer Sascha Smrczek, der mit Wonnemond seinen ersten Europagruppe Erfolg auf der Heimatbahn feiern konnte. Auch Jockey Bayarsaikhan Ganbat hatte seine Premiere. Der ständige Reiter des Wallachs war zum ersten Mal auf diesem hohen Niveau auf der Siegerstraße.

Das gilt auch für den Besitzer Klaus Wilhelm aus Miesau. Seit 30 Jahren ist der Präsident des Verbandes Südwestdeutscher Rennvereine schon im Galoppsport involviert. „Man kann jetzt sagen, wir haben die ganzen Jahre geübt und jetzt das Ziel erreicht“, jubelte Wilhelm, der mit Wonnemond auf einer Auktion den richtigen Kandidaten ersteigert hat. Bei 9.000 Euro fiel der Hammer und mittlerweile hat der Vollblüter 126.000 Euro eingaloppiert. Hinter Wonnemond endete auf der 1600 Meter Distanz der Favorit Degas von Trainer Markus Klug, dessen Stallgefährte Millowitsch Vierter wurde. Über diese hoch eingeschätzten Pferde lässt die Leistung von Wonnemond noch in einem besonderen Licht erscheinen. „Schon jetzt kann sich der Wallach in der Galerie meiner NRZ Düsseldorfer Galopper des Jahres absolut blicken lassen“, so Smrczek.

Im Rahmenprogramm war eine weitere Premieren Feier angesagt. Beim „NRZ Galopper des Jahres 2016“ Rennen feierte Ali Al Showaikh seinen ersten Sieg in Deutschland. Der Reiter aus Katar machte alles richtig mit der Stute Glamour Girl, die leicht die Oberhand behielt vor den Gegnern Kazzira und Pascani. Trainer Rudolf Storp aus Belen (kreis Warendorf) war angenehm überrascht. „Ich hatte schon Mumm auf mein Pferd, aber den Reiter kannte ich überhaupt nicht. Der Jockey Adrie de Vries, der die Wintermonate immer in Katar verbringt, hat mir den Mann empfohlen. Jetzt bin ich froh das Risiko eingegangen zu sein“, so der Coach, der 30 Pferde betreut. Der 25 Jährige Ali Al Showaikh der die nächsten drei Monate in Deutschland verbringen wird, setzte sogar noch einen weiteren Sieg drauf. Mit dem vierjährigen Wallach Shagan setzte er sich in einem weiteren Handicap Rennen sicher durch. „Jetzt hoffe ich natürlich auf viele Rittangebote“, so der Mann aus Katar.

Im mit 25.000 Euro dotierten „Derby Trial“ empfahl sich der dreijährige Windstoß für große Aufgaben. Der Schützling von Markus Klug siegte leicht mit Adrie de Vries im Sattel und dürfte jetzt einer der Favoriten für das Deutsche Derby in Hamburg werden.

(09.04.2017)