Souveräne Vorstellung von Attica

Das Team Gestüt Röttgen, Trainer Markus Klug und Jockey Adrie de Vries bestens gerüstet für den Klassiker German 1000 Guineas.

Vor 6400 Zuschauern auf der Grafenberger Rennbahn war Jockey Jozef Bojko auf dem besten Weg, der Mann des Tages zu werden, doch im Henkel- Stutenpreis sorgte er für die größte Enttäuschung. Zuvor hatte der Slowake seine vier Ritte souverän siegreich gestaltet und der Fünfte schien im Vorfeld nur Formsache zu sein.

Mit Rainbow Royal ritt er im mit 25000 Euro dotierten Hauptrennen die absolute Favoritin. Die dreijährige Stute von Andreas Wöhler in Gütersloh trainiert, hatte in der vergangenen Saison in Italien ein Europagrupperennen gewonnen. Für ihren Besitzer Jaber Abdullah aus Dubai galoppierte sie 2016 schon 77000 Euro ein. Andreas Wöhler attestierte der Stute vor dem Rennen bestechende Trainingsleistungen. Im Rennen suchte man das Team Bojko/Rainbow Royal aber vergeblich auf einen der vorderen Positionen und am Ende wurde sie Vorletzte.

Ganz anders dagegen die Vorstellung der Stute Attica vom Gestüt Röttgen. Die Dreijährige zog auf der Zielgeraden unter Jockey Adrie de Vries unwiderstehlich auf und gewann mit einer eindrucksvollen Souveränität. Damit ist der weitere Weg für Attica vorgezeichnet, die auf der Grafenberger Rennbahn am 18.Juni in den klassischen 97.German 1000 Guineas an den Start gehen wird. Trainer Markus Klug bereitet seine Pferde in Köln Heumar vor und war in der Saison 2016 Trainerchampion. Zweite wurde Sunny Belle vor Alwina, die ebenfalls in dem mit 125 000 Euro dotierten Klassiker im Juni antreten werden.

Im Rahmenprogramm sorgte der Grafenberger Trainer Ralf Rohne für eine große Überraschung. Mit dem Hengst Fortissimo gewann er leicht das Pritt- Rennen, sehr zur Freude der Außenseiterwetter. An den Wettschaltern zahlte die Siegwette für 10 Euro Einsatz, 193 Euro. Der Erfolg von Fortissimo war der erste Saisonsieg für Rohne in Deutschland. Im Sattel agierte Jozef Bojko, der noch mit Megera, Dashing Diva und Bolanos gewinnen konnte.

Weniger gut lief es für Sascha Smrczek, der ohne Heimerfolg blieb. Meine Kandidaten lieben es etwas weicher unter den Hufen. Da war das Geläuf schon zu abgetrocknet, so Smrczek. Als beste Platzierung sprang ein dritter Rang mit Alsterprinz heraus. Der vierjährige Hengst galt im vergangenen Jahr als große Hoffnung im Stall, verletzte sich aber früh in der Saison. Mittlerweile ist Alsterprinz wieder topfit und soll nach der Meinung des Trainers einiges nachholen. Der wird noch seine Siege landen, meint optimistisch der Coach. Zumindest eine Serie auf guten Platzierungen steht schon jetzt in der Bilanz.

Für den nächsten Renntag in Düsseldorf am 20 Mai ist mit 11 Uhr ein früher Beginn geplant. Der BMW Renntag findet in Kooperation mit Frankreich statt. Dort werden die Rennen ebenfalls übertragen und bewettet. Ein gutes Geschäft für den Rennverein, der prozentual am dortigen Wettumsatz beteiligt ist.

(30.04.2017)