Englischer Doppelerfolg in der Meilen-Trophy

Robin Of Navan gewinnt Start-Ziel vor Indian Blessing

„No Brexit“ im Galopprennsport. Beim Hauptereignis auf dem Düsseldorfer Grafenberg setzte ein englischer Galopper mit einem deutschen Jockey im Sattel am Sonntag ein Zeichen wie ein internationales Miteinander erfolgreich sein kann. 7400 Besucher waren Zeugen. Der Riesenaußenseiter Robert Of Navan aus dem englischen Rennstall von Trainer Harry Dunlop in Lambourn gewann die RaceBets-Meilen-Trophy. Mit seinem deutschen Jockey Alexander Pietsch (Köln) im Sattel setzte sich der sechs Jahre alte Hengst in dem mit 70.000 Euro dotierten Gruppe II-Rennen gegen Indian Blessing (Gerald Mossé), eine weitere englische Gaststute und der deutschen Vertreterin Nica (Rene Piechulek) durch. Grafenberg-Galopper Wonnemond aus dem Rennstall von Trainer Sascha Smrczek landete auf Rang vier. Robert Of Navan siegte Start-Ziel leicht mit zwei Längen. „Auch wenn der Hengst zwei Jahre kein Rennen gewonnen hat“, hab ich schon mit einem Sieg geliebäugelt, zumal er schon ein Gruppe I-Rennen als Zweijähriger in Paris gewonnen hatte“, kommentierte Siegjockey Alexander Pietsch nach der Siegerehrung.

Das einleitende Zweijährigen-Rennen, der Preis vom Restaurant Grafengrün im Golfclub Düsseldorf über 1.400 Meter ging in das Kölner Trainingsquartier von Andreas Suborics. Die zweijährige Stute Ancona profitierte dabei sicher auch von ihrer Rennerfahrung. Jedenfalls wehrte Siegjockey Filip Minarik alle Angriffsversuche der Röttgener Kontrahentin Nadira erfolgreich ab. Dritter wurde der Auenqueller Adrian. Siegtrainer Andreas Suborics: „Ancona ist sehr talentiert und routiniert, wir steuern nun das Badener Zukunftsrennen oder ein Düsseldorfer Listenrennen gegen die Hengste an“.

Eine Überraschung gelang dem Italiener Michael Cadeddu im Sattel der Stute Laytown. Die für den Galopp-Club Herrenkrug angetretene Vierjährige kam gegen Kimbarjano und Khaleesi sicher zum ersten Lebenserfolg in einem 2.100 Meter-Handicap hin. Trainerin Elisabeth Storp aus dem westfälischen Beelen nahm die Ehrenpreise des RaceBets-Blog-Rennens in Empfang.

„Ein gut eingeteilter Ritt“, lobte Siegtrainer Waldemar Hickst Reiter Marco Casamento. Der Italiener gewann mit der Fährhoferin Quita den Schierle Cup, ein Stutenrennen über 2.200 Meter. Aber auch die Höny-Hoferin All for Rome sowie die Wittekindshoferin Elle Maxima wußten auf den Rängen zwei und drei zu gefallen. Die nächste Aufgabe für Quita sieht Waldemar Hickst im Hannoveraner Auktionsrennen am 18. August.

Düsseldorfer Ehrenrang in der Wettchance des Tages

Auch wenn der Speed der bei Besitzertrainerin Anja Kleffmann auf dem Grafenberg stehenden Stute Amazing Moon nicht ganz für den Sieg in der Wettchance des Tages reichte, war die Freude der Düsseldorferin doch sehr groß über Rang zwei. Noch besser konnte es der belgische Gast Expediate, der für den zweiten Tagestreffer von Jockey Marco Casamento sorgte und dies leicht mit 1 ½ Längen. Dritter im RaceBets-Million-Rennen über 1.500 Meter wurde der Niederländer Eva Gore vor Alaris aus Neuss. Die Viererwette zahlte übrigens in dieser Reihenfolge lukrative 25.550 : 10.

Niederländischer Sensationserfolg für Haylah im Ausgleich II – Hattrick von Marco Casamento

Wenn es läuft, dann richtig. Das galt an diesem sonnigen Nachmittag vor allen Dingen für den Jockey Marc Casamento. Im höchsten Ausgleich des Tages, dem Füchschen Pils-Preis über 1.400 Meter, gelang dem Italiener bereits sein dritter Siegritt. Dabei überraschte die Stute Haylah für das Quartier des Niederländers Lucien van der Meulen aus Boxmeer zur Sensationsquote von 245:10.

Pick´s Flights Slalom zum (Fast)Sieg

Auf den Tribünen schrien die Fans des Fortuna 95-Rennstalles, was die Kehlen hergaben. Pick´s Flight, der vierjährige Wallach, hatte vom letzten Platz kommend in einem Handicap-Rennen über 2.200 Meter unter Jockey „Encki“ Ganbat drei Gänge höher geschaltet. Nach einem denkbar unglücklichen Rennverlauf, lief der Wallach praktisch im Slalom an den Sieger Djukon (Trainer Andreas Suborics/Jockey Eduardo Pedroza) bis auf eine halbe Länge noch heran. Doch zum Sieg wollte es nicht mehr ganz reichen. Trotzdem gab es im Fortuna-Lager nur zufriedene Gesichter im Absattelring nach dieser Ehrenplatz-Vorstellung. Erfolgreichster Aktiver des Tages war der Italiener Marco Casamento im Rennsattel. Ihm gelangen drei Siege.

Larsson mit zweitem Karrieretreffer

„Wenn er Wallach wäre, hätte Larsson Ausgleich II-Format“, legte sich Trainerchampion Markus Klug nach dem zweiten Lebenssieg des Ittlinger fest. Jedenfalls stand sich Larsson diesmal nicht selbst im Weg wie zuletzt in Hamburg, sondern war jederzeit Herr der Lage im Influencer-Rennen über 2.200 Meter. Adrie de Vries ritt ihn mit aller Raffinesse als Sieger durchs Ziel.

Jockey-Oldie Kevin Woodburn auf der Überholspur

Es ist immer noch eine Augenweide, Jockey Kevin Woodburn siegen zu sehen und das wenige Tage nach seinem 62. Geburtstag. So geschehen in der Düsseldorfer Abschlussprüfung. Mit All About Me für Trainer John Hillis zeigt der Engländer mal wieder sein ganze Jockeyship und siegte in beeindruckendem Stil.Beim nächsten Renntag am 4. August findet mit dem HENKEL Preis der Diana – Deutsches Stutenderby der Höhepunkt der Düsseldorfer Turfsaison statt.

(21.07.2019)