Serienholde gewinnt den 158. Henkel - Preis der Diana

Alles hatte im Henkel-Preis der Diana, dem Deutschen Stuten-Derby, das am Sonntag auf dem Düsseldorfer Grafenberg gelaufen wurde, mit dem Sieg der von Hugo Palmer trainierten Architecture gerechnet. Doch die aus England angereiste Zoffany-Tochter konnte ihrer klaren Favoritenrolle (20:10 war ihre Eventualquote) unter Starjockey Frankie Dettori nicht gerecht werden, sie kam in dem mit 500.000 Euro dotierten Gruppe I-Rennen über 2200 Meter nur auf den dritten Platz.

Der Sieg ging, wie bereits in den vergangenen beiden Jahren, und zum vierten Mal in diesem Rennen insgesamt, in den Stall von Trainer Andreas Wöhler. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren mit Feodora und Turfdonna zwei Außenseiterinnen für das Ravensberger Quartier zum Zuge kam, war es dieses Mal die zweite Favoritin Serienholde, die für den Championstall in diesem Rennen zur klassischen Siegerin avancierte.

Unter Eduardo Pedroza, für den es nach Penelopa und Turfdonna der dritte Sieg in der Diana war, kam die Soldier Hollow-Tochter aus dem Gestüt Witekindshof sicher mi einer halben Länge Vorsprung gegen die sark laufende Fährhoferin Sarandia zum Zuge, hinter der es bis zu Architecture noch einmal eindreiviertel Längen Abstand waren. Platz vier ging an die gut endende Röttgenerin Kasalla, dichtauf war als Fünfte Parvaneh, die an der Außenseite am Ende schnellstes Pferd war.

Die Außenseiterin She's Gina machte die Pace, sorgte für eine flote Fahrt. Hinter ihr sah man gleich Sarandia, Flemish Duchesse, Achictecture, die an der ersten Ecke Opfer einer Behinderung wurde, und auf dem fünften Platz Serienholde, auf der Eduardo Pedroza die Favoritin Architecture immer gut im Blick hatte.

In der Zielgeraden ging Sarandia schnell an She's Gina vorbei, Architecture konnte nicht so wirklich in den höheren Gang schalten, in der Bahnmitte war nun aber auch Serienholde zur Stelle und kam immer näher an Sarandia heran, und schließlich auch sicher vorbei. Architecture kam für den dritten Platz nicht mehr in Gefahr, Kasalla machte noch Boden gut, Parvaneh kam außen zu spät auf Touren.

„Sie hatte ein gutes Rennen, sie ist schon ein sehr gutes Pferd, ohne Grund hat sie die Nennung für den Großen Preis von Baden ja nicht bekommen“, so Trainer Andreas Wöhler, der nun neben dem Derbysieger Isfahan auch die Siegerin des Stutenderbys im Stall hat. „Ich habe mich an Architecture orientiert, dann hat sie mit ihrem langgezogenen Speed alles toll geregelt“, freute sich auch Jockey Eduardo Pedroza nach dem Sieg von Serienholde, die zu einer Quote von 71:10 ins Rennen gegangen war.

(Quelle: GaloppOnline.de)

(07.08.2016)