Sensation durch Shalona

225:10 Außenseiterin Shalona düpiert die Favoritinnen und gewinnt den Henkel-Stutenpreis, Düsseldorfer Heimsieg durch Log in im Rahmenprogramm

Den mit 25.000 Euro dotierten Henkel-Stutenpreis über 1.600 Meter hat am Samstag die 225:10 Außenseiterin Shalona gewonnen. Für Besitzer Klaus Hofmann und Trainer Henk Grewe (Köln) servierte Jockey Maxim Pecheur der Überraschungssiegerin einen Glanzritt. Auf den Plätzen zwei und drei endeten die Mitfavoritin Sharoka und K Club. „ Salona hatte eigentlich gar nicht überzeugend gearbeitet. Die Stute hat lange im Winterhaar gestanden und keine Nennungen für bessere Rennen“, kommentierte Siegtrainer Henk Grewe im Absattelring den Überraschungserfolg seiner Stute.

Gleich im einleitenden Dreijährigen-Rennen sorgte Nubius früh für klare Verhältnisse. Der 14:10 Favorit aus der Zucht und im Besitz von Jürgen Imm entschädigte sich und seine Wetter für die viel diskutierte Disqualifikationsniederlage an selber Stätte vor vier Wochen. Der Schlenderhaner Surely Motivated und die für das Gestüt Wittekindshof angetretene Sexy Lot hatten auf den Plätzen das Nachsehen. „Nubius gehört zu meinen besseren Dreijährigen, der seine Derbynennung durchaus in seiner weiteren Karriere rechtfertigen könnte“, so Siegtrainer Peter Schiergen im Absattelring.

Im zweiten Dreijährigen-Rennen des Tages, dem Schauma-Rennen über 2.100 Meter, musste die 11:10 Favoritin Nayala eine unerwartete Niederlage hinnehmen, wobei der Kölner Trainer Peter Schiergen seinen zweiten Tagestreffer mit der Ebbesloherin Durance gelang. Jockey Filip Minarik kam dabei zu einem ungefährdeten Drei-Längen-Erfolg. Durance sollte nach diesem Eindruck des zweiten Karrieretreffers eine Kandidatin für höherwertige Rennen in Zukunft sein.

Alter schützt vor Siegen nicht

Jockey Kevin Woodburn hat mit seinen 61 Lebensjahren nicht nur zwei Derbysiege gefeiert (Mondrian 1989 und All my Dreams 1995). Der Altmeister hat im LONGINES Fegentri World Cup-Rennen eine Demonstration seines Könnens abgeliefert. Mit der fünfjährigen Stute Reti Eröffnung gewann der Engländer für Deutschland in bestechender Manier gegen internationale Konkurrenz (USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien) und verwies dabei den Favoriten Tapering und Coralie auf die Plätze. Der mit einer Amateurlizenz ausgestattete Woodburn ließ sich im Sattel des Siegers stehend nach dem Rennen im Absattelring vom Düsseldorfer Publikum frenetisch feiern.

Heimsieg durch Log in

Seinen vierten Karrieretreffer landete der am Grafenberg von Ralf Rohne trainierte Hengst Log in. Unter dem Italiener Fabio Marcialis gewann der Fünfjährige des Stalles Colonia ungefährdet und markierte damit den ersten Sieg eines in der Landeshauptstadt trainierten Pferdes.

Sensationsquote in der Viererwette

10.000 Euro für 1 sahnten zwei Wetter bei den Düsseldorfer Galopprennen ab. Den Einlauf Molly Filou - Dieu Rapide - Elouise - So Soon bescherte ihnen dieses Glückserlebnis, steuerfrei versteht sich. Molly Filou gewann für den niederländischen Besitzertrainer Lucien van der Meulen mit der belgischen Reiterin Anna van den Troost, und dies am König-Tag in den Niederlanden.

Die dreijährige Stute Cliffs Art aus dem Dresdner Stall von Trainer Stefan Richter gewann überzeugend das Perwoll-Rennen über 1.700 Meter. Martin Seidl hieß der Siegreiter. Der Stall Memory aus Berlin-Hoppegarten durfte sich über 3.000 Euro Siegprämie freuen.

Abschließend gelang Impactful der zweite Tageserfolg für den niederländischen Besitzertrainer Lucien van der Meulen aus Boxmeer. Bauryrzhan Murzabayev saß im Sattel des Siegers, Stallgefährte Infamous Lawman komplettierte auf Rang zwei den Erfolg für die Gäste aus dem Nachbarland.

Königsallee-Renntag mit Klassiker

Die nächste Galoppveranstaltung auf dem Grafenberg findet am Sonntag, den 26. Mai statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen dann die WEMPE 99. German 1000 Guineas, Gr. II, sowie das unter Listenstatus gelaufene Aengevelt Derby Trial.

(27.04.2019)